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neues projekt

das sommerloch überstanden, noch sonnengebräunt, und schon wieder neue herausforderungen angepeilt. die aktualisierung des vorliegenden blogs ist trotz bemühungen und plänen leider nicht so recht vorangeschritten.

nichtsdestotrotz arbeitet der autor momentan, mit hilfe eines partners, an einem neuen projekt, das ganz auf die deutsche sprache verzichtend alsbald auf WordPress online gehen soll. dieses soll in bewährter manier diverse themen zu politik, gesellschaft aber auch kunst, kultur und reise beinhalten, und neue themenschwerpunkte wie internationalismus und menschenrechte setzen.

seid gespannt und folgt den bären.

t.b.i.t.f.com

auferstanden

…von den (halb-)toten. seit fast einem halben jahr kein eintrag auf diesem blog. diese stille soll ab sofort vorbei sein.

viel hat sich geändert seitdem und viel wird sich noch ändern im leben des autors in den nächsten monaten. der blog soll allerdings wieder sein steter begleiter und vor allem attraktiver für euch besucherInnen werden. geplant ist so einiges von dem hoffentlich auch einiges umgesetzt werden kann.

von verbesserungen hinsichtlich der qualität der blogeinträge bis hin zu einer volleren berichte bandbreite und einem aufgepeppten design soll so manches neu (oder alte ins neue gewand gepackt) werden. einige neue artikelideen schwirren schon in meinem kopf herum. außerdem ist eine verbindung dieses blogs mit dem projekt Flattr angedacht. das wird nicht alles sein und deswegen:

bleibt gespannt und schaut immer mal wieder auf diese website!

ich wünsche allen meinen mitlesenden noch ein gesundes, erfolgreiches, friedliches und glückliches neues jahr 2010!

...der Aurajoki komplett zugefroren

nachdem ich mich nun lange nicht mehr bei euch gemeldet habe, bin ich nun zurück mit einer meldung aus dem eisigen finnischen winter. die temperaturen bewegen sich diese tage um die -20° C, wobei es mal kälter und mal wärmer sein kann. eine ordentliche menge an schnee liegt auch. da erscheint das zitat, welches man noch im september von einer einheimischen hier gehört hatte („we don’t always have snow in the winter, Turku is also called „the Florida of Finland“.“), als purer hohn an uns „armen“ ERASMUS-studentInnen, die sowas ja nie (oder gewiss selten) gewöhnt sind. ;-)

...die straßen sind frei?!

aber schön ist es trotzdem hier, und da ich euch die kompletten weihnachtsimpressionen aus Turku auf diesem blog vorenthalten habe, versorge ich euch heute mit ein paar bilder vom winterlichen Turku.

ich bin übrigens seit dieser woche wieder hier, da ich die letzten zwei wochen in meiner heimat verbringen durfte. die uni geht nächste erst richtig wieder los, wobei ich jedoch jetzt schon fleißig für meine erste prüfung in 2010, WTO Law, lerne(n sollte).

ich hoffe, die blogposts werden in nächster zeit wieder etwas reicher, sodass ihr hier wieder etwas leben drin habt. :-)

viele grüße aus dem südwesten Finnlands,

euer H.

im Student Village, wo ich wohne...

interlude

hier bin ich also. mitten im düsteren und dunklen november im ebenso dunklen Turku. es gibt nicht viele sonnenstrahlen, die es schaffen, den diese tage trüben, immer wolkenbedeckten himmel,  zu durchstrahlen.

wenn sie es denn einmal tun, entdeckt mensch ein stück leben. ein stück hoffnung auf den sicher wiederkehrenden sommer.

den sommer. wo auch immer.

in Spanien oder in Deutschland. oder in Neuseeland. oder in Berlin.

picture: „Turku winter“ by magnusfranklin under creative commons

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Vaclav Havel

dieses zitat stand über der traueranzeige von Robert Enke, der sich am letzten dienstag nahe Hannover das leben genommen hat.

noch immer belagert mich eine gewisse nachdenklichkeit. eine nachdenklichkeit, die nicht einfach zur vielzitierten tagesordnung übergehen lässt.

die „trauerfeier“, die gestern im Niedersachsenstadion von Hannover 96 mit tausenden fans und gewichtigen menschen aus politik, sport, gesellschaft und wirtschaft abgehalten wurde, befremdete und zugleich bewegte sie auch.
mensch kann über Theo Zwanziger, amtierender präsident des DFB, denken was sie/er will, seine rede aber, die traf mehr als nur den simplen betroffenheits-ton.
sie stimmte traurig und nachdenklich.

wenn nun forderungen aufkommen, dass sich nun auch endlich die einstellung zu homosexualität im spitzenfussball ändern soll, fühlt mensch sich im obigen zitat vielleicht doch etwas bestätigt.

auch wenn der anlass ein beileibe schrecklicher ist.

picture: „Das Fenster bei Nacht“ by thopex under creative commons

ich kann meine trauer und bestürzung nicht verbergen.

sowohl als fussballfreund als auch als mensch versetzte mich die nachricht des plötzlichen todes von fussballnationaltorhüter Robert Enke in sprachlosigkeit und tiefe trauer.

im hintergrund eines solchen geschehens werden alle anderen „probleme“ ganz, ganz klein und man besinnt sich wieder auf andere, wirklich wichtige dinge.

ich wünsche den hinterbliebenen des Robert Enke alles erdenklich gute, diesen schweren schicksalsschlag zu meistern.

Rest in Peace, Robert Enke.

ein buch von einem autor zu lesen, dessen interview mit der taz mit der überschrift „die politischen eliten sind strohdumm“ versehen ist, ist eigentlich nicht mein stil. wäre es kein geschenk gewesen, hätte ich mir dieses buch wohl nie gekauft.

nicht nur wegen vorherigen buchtiteln des schriftstellers wie: „Die Stümper. Über die Unfähigkeit unserer Politiker“, „Die DAX-Ritter. Wie Manager unser Land ruinieren“ oder „Die Dilettanten. Wie unfähig unsere Politiker wirklich sind“.

auch nach der einführung des buches bleibt erstmal kein gutes haar daran, es liest sich wie eine schimpforgie eines unzufriedenen, alten mannes oder wenigstens wie eine absurde mischung kompliziert geschilderter verschwörungstheorien. nichts also, von dem mensch beim lesen etwas sinnvolles lernen könnte.

eigentlich mag ich auch keine bestseller und deswegen interessiert mich die tatsache, dass dieses buch in der SPIEGEL-bestsellerliste noch immer auf platz 4 (bester platz: 2, ausgabe 35/2009) steht, auch insoweit nicht, als dass es mich eher negativ beeinflussen könnte.

und doch passiert es beim lesen des von Thomas Wieczorek geschriebenen „Die verblödete Republik. Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen“ immer mal, dass mensch aufhorcht, zwei mal liest, die quelle nachschlägt, sich wundert.

das neunte werk dieses ehemaligen Maoisten, der auf ein katholisches gymnasium ging und in Berlin-Neukölln geboren wurde, der für die dpa, REUTERS und auch die BILD arbeitete, liest sich dennoch im laufe der kapitel fast so interessant wie seine seltsame vita.

fazit: ein auge wert. dümmer wird mensch dadurch jedenfalls nicht.

liebe leute,

da bin ich (endlich) mal wieder mit neuigkeiten aus dem finnischen herbstland.

letztes wochenende wurde ich zu einem typischen „mökki„-wochenende in das finnische niemandsland eingeladen.
anfangs dachte ich noch, dass es nahe Helsinki liegt und somit war ich ganz gut überrascht als der fahrer hinter dem steuer in Helsinki auf die frage, wie weit denn das mökki (fin. für cottage, sommer- oder landhaus) von Helsinki entfernt sei, eine „200″ als antwort gab.

nun gut, mensch fuhr bis Kouvola und von da aus nochmal 50 km in den norden. das mökki lag ca. 15 km von der nächsten siedlung entfernt und in direkter umgebung zum nationalpark Repovesi.

das mökki

als erstes richtete sich mensch ein bisschen ein, bereitete essen und holz vor, gab es doch im mökki traditionell weder fließendes wasser noch elektrizität. so hatte sowohl der „wohnraum“ als auch die sauna einen kamin.
im wohnraum starteten wir mit 7° C, was sich jedoch schnell durch den gut arbeitenden kamin aufwärmte.

nach getaner arbeit nahmen wir uns das boot und paddelten im sonnenuntergang auf dem dunkler werdenden see entlang. prägendere erlebnisse kann mensch wohl im Finnland dieser jahreszeit nicht machen.

die temperaturen waren deutlich kälter als in Turku. es bewegte sich am tag um den 0° C punkt und in der nacht um -5° C und kälter.

da kam am abend natürlich die sauna ganz recht. da ich noch nie in einer originalen finnischen sauna ohne elektro-heizung war, war ich umso gespannter auf das erlebnis.
bei ca. 80° C ließ es sich trotzdem recht lange drin aushalten und danach gaben wir uns den 5° C kalten see. eine einmalige erfahrung, die so schnell wohl nix toppt.

am abend wurde nur noch ausgeruht, typisch-finnische samstagabend-würste über dem offenen feuer am kamin gegrillt und viel spaß gehabt.

am sonntag nahmen wir uns noch den rest des am samstag schon gefällten baumes vor und ruderten mit dem boot zu einer relativ unberührten insel, wo mensch nicht nur leckere heidelbeeren sondern auch tolle ausblicke finden konnte.

gegen abend ging es dann mit einer großartigen finnischen erfahrung wieder heim.

dies war wohl meine beste und interessanteste berührung mit dem „wahren“ Finnland seit ich hier bin!

wie ihr seht, sind die gewünschten reiseberichte (noch) nicht online, eine bewertung der momentanen politischen situation in Deutschland auch nicht (was mir momentan auch nicht gerade leicht fällt zu bewerten), stattdessen habe ich aber heute einen neuen artikel für euch.

ich habe für die neueste ausgabe des SPUNK (offizielle mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND Deutschland) einen artikel über alkoholkonsum in Finnland geschrieben.

ihr bekommt nun die exklusive vorabversion zu lesen, viel spaß!

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wenn ihr euch wundert, warum ihr wieder nicht viel von mir in den letzten tagen gehört habt, obwohl ich ja versprochen habe, den blog wieder aktueller zu halten, lasst euch versichern: es  ist nicht böser wille oder gar vergesslichkeit.

am wochenende war ich in Stockholm, der hauptstadt Schwedens und größten stadt Skandinaviens. einen mehr oder weniger langen reisebericht bekommt ihr allerdings erst später, da ich in drei stunden weiter nach Moskau reise, dort bis mittwochabend verbleibe und donnerstagmorgen in St. Petersburg ankomme. ein längerer bericht zu Stockholm wird dann zusammen mit den berichten zu Moskau und St. Petersburg voraussichtlich mitte nächster woche veröffentlicht, weil das alles ziemlich zeitnah stattfindet.

übrigens versuche ich auch nächste woche noch mein statement zur Bundestagswahl 2009 in Deutschland zu veröffentlichen, was gar nicht so schlecht ist, da dann sowohl das inhaltliche als auch das personelle tableau besser als jetzt feststehen dürfte.

damit ihr jetzt nicht zu enttäuscht seid, noch eine woche auf einen inhaltsreichen beitrag warten zu müssen, schließe ich mit zwei impressionen des alternativen Stockholm:

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in diesem sinne: hej då!

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